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Preisträger beim Freisprungfestival Rostock 2018

Begründung der Jury:

"Mit einem Feuerwerk an Ideen und liebevollen Details begeisterte Max Howitz junge und erwachsene Zuschauer. Wild, frech, originell fegte er Konventionen weg und katapultierte mit seinem anarchischen Spiel die alte Geschichte vom Fischer und seiner Frau in die moderne
neoliberale Konsumwelt. Die Kinder hatten Spaß, wurden behutsam einbezogen und als Spieler
auf die Bühne geholt, es gab sprachliche und spielerische Kostbarkeiten auch für Erwachsene wie
die „PET“ Aufschrift auf Piets Eimer-Behausung oder den „Immobilienhai“, der der Butt doch nicht
ist, der widerum fix und erstaunlich aus einem Zollstock gezaubert wurde. Wir stehen mit Knut am
Strand, im Meeresrauschen aus dem tonlosen Schnaufen des Akkordeons und bangen um die
kleine Nussschale vom Fischer, auf die der große Aida - Pott zuwalzt und staunen über die Bühne,
die plötzlich aus einem umgedrehten Karton entsteht und feinst bespielt wird in der Enge des
schon wieder zu kleinen nagelneuen Hauses, mit Fahrstuhl, Treppe und Vorgarten."

Vom Fischer und seiner Frau und Knut

Pommesbudenbesitzer Knut erzählt die turbulente Geschichte seiner Nachbarn, den Fischers:

Habt ihr schon mal in einem Eimer gewohnt? Das ist eng und dunkel und man läuft immerzu im Kreis. Das nervt! Ilsebill, die Frau vom Fischer, muss die ganze Zeit in diesem Eimer leben. Piet, ihr Mann, der Fischer, findet es nicht so schlimm im Eimer zu wohnen, er schläft da nur. Meistens ist er ja draußen auf dem weiten Meer und angelt.

Doch eines Tages begegnet er einem sprechenden Fisch. Der kann zaubern. Alles was man will und noch viel mehr! Ilsebill wird immer schöner und reicher, das Meer immer dreckiger und stürmischer, und Piet sagt nix.

Oh, oh...


Spiel: Max Howitz
Produktion: WagnerHowitz
Regie: Rico Wagner
Plakat: Jara López-Ballonga
Theaterfotos: Jara López-Ballonga; auf dem Schiff: @Traumschüff (Dürten Thielk)

Eindrücke von Fischer und seine Frau

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